Wundbehandlung

Schnell ist es passiert und niemand hat damit gerechnet. Wunden im Alltag geschehen schneller, als man denken kann. Schürfwunden, Schnittverletzungen, Verbrennungen, Verbrühungen, egal ob sauber oder verschmutzt, wenn die Hautoberfläche defekt ist sollte man handeln.

Aber wie behandelt man eine akute Wunde? Hier muss man rasch abschätzen wie gefährlich der Schaden ist und welche ersten Schritte sinnvoll sind.

Arten von Wunden

Eine blutende Schnittwunde sollte sauber abgedeckt, verbunden und medizinisch versorgt werden. Am besten gleich zum Arzt gehen.

Eine kleinere Schürfwunde, die nur wenig blutet kann von gröberem Schmutz befreit werden und wird durch ein Pflaster abgedeckt.

Verbrennungen (Einwirkung von trockener Hitze) oder Verbrühungen (feuchte Hitze) sollten zunächst rasch gekühlt werden, wobei man darauf achten sollte kein Eis direkt auf die Haut zu geben, da dies wiederum zu Erfrierungen führen kann. Bilden sich Blasen oder ist eine große Hautfläche betroffen suchen sie umgehend einen Arzt auf. Leichte Rötungen schmerzen zwar, sind jedoch durch weiteres Kühlen und eventuelles Pflegen mit einer Feuchtigkeitscreme gut zu behandeln.

Fremdkörper, die eine Wunde verursacht haben und noch in der Haut stecken sollte man in den meisten Fällen rasch entfernen, um eine Infektion und Entzündung zu vermeiden. Aber was ist, wenn der Fremdkörper zu tief steckt oder beim Entfernen in der Tiefe der Wunde verschwindet oder beim Entfernen die Wunde noch größer werden lässt? Dann ist in jedem Fall eine baldige Konsultation eines Arztes erforderlich. Handelt es sich um tiefe Stichverletzungen oder gar Schusswunden ist rasches Handeln und die Fahrt ins Krankenhaus unumgänglich.

Bisswunden von Hunden, Katzen oder anderen Kleintieren sollten in jedem Fall durch einen Arzt behandelt werden. Bis dahin bedecken sie die Wunde oder legen einen Verband an. Besteht die Gefahr einer Tollwutinfektion, haben sie nur wenig Zeit für eine aktive Impfung. Also auch hier rasch zum Arzt.

Frage nach dem Tetanusschutz

In jedem Fall sollte bei einer Verletzung der Haut an den Tetanusschutz gedacht werden. Liegt die letzte Tetanusimpfung mehr als 10 Jahre zurück, lassen sie sich bitte rasch nachimpfen. Womöglich ist dann sogar eine Doppelimpfung mit aktivem und passiven Impfstoff erforderlich. Kommen sie in unsere Praxis, wir haben beide Impfstoffe jederzeit verfügbar.

Sonderform Hämatome = blaue Flecken

Hämatome sind Blutungen unter der Haut. Diese entstehen durch Verletzungen von Blutgefäßen, ohne dass dabei die Hautoberfläche einen Schaden genommen hat. Je nach Stärke der Blutung unter der Haut können großflächige Hämatome entstehen, welche sich unter der Haut sehr gut ausbreiten können.

Sind Hämatome jedoch in Schichten unter der Haut gefangen, wo eine weitere Ausbreitung nicht möglich ist (beispielsweise zwischen Muskelschichten), kann sich eine Blutansammlung bilden, die eine hohe Gefahr für eine Entzündung / Infektion darstellt = sogenanntes infiziertes Hämatom, das womöglich chirurgisch und antibiotisch saniert werden muss.

Hilfreich bei Hämatomen sind Heparinsalben, aber vor allem eine frühzeitige Kühlung der betroffenen Stelle.

Leiden sie unter vielen, schnell auftretenden Hämatomen, lassen sie unbedingt ihre Gerinnungswerte prüfen, um eine Gerinnungsstörung frühzeitig zu erkennen und entsprechend behandeln zu können.

Haben sie Fragen, können sie sich jederzeit an uns wenden.

Bleiben Sie gesund.

Ihre
Kathrin Hamann

Bildquelle: Bild von StockUnlimited

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