Immunsystem verstehen und stärken

Egal ob man sich gerade krank oder gesund fühlt, das Immunsystem in unserem Körper ist ständig dabei, Eindringlinge, Angreifer abzuwehren oder fehlerhafte Zellen in unserem Körper zu erkennen und zu eliminieren.

Das Immunsystem ist ein ungeheuer spannendes und komplexes System aus Zellen, Antikörpern, Enzymen und anderen Botenstoffen. Es entscheidet über unser Leben und unsere Gesundheit.

Wie schnell sind wir in unserer Gesellschaft dabei über Mangel zu reden, zu jammern und uns zu beschweren. Es ist viel schöner, sich zu freuen.

Und nicht nur das! Freude und Glücksempfinden sind wunderbare Trigger für unser Immunsystem. Es wird resilient und standhaft. Wir sind gesünder und weniger anfällig für Krankheiten. Ja selbst die Entwicklung von Krebszellen ist bei glücklichen Menschen deutlich reduziert. Es konnte in wissenschaftlichen Studien sogar ein Rückgang nachgewiesener Krebsgeschwüre festgestellt werden, dank der Glückshormone und dem daraus resultierenden starken Immunsystem.

Eigenverantwortung

Gesundheit beginnt mit dem eigenen Selbstverständnis, dem Akzeptieren und Wertschätzen des eigenen Körpers. Der Schlüssel zu unserer Gesundheit liegt darin, sich selbst zu schützen, und das eigene Immunsytem zu stärken. Und damit beginnt der Teil, den wir selbst in der Hand haben.

Zu einem gesunden Leben gehört eine gesunde Einstellung zu Freude und Stress, Arbeit und Vergnügen, sowie die bewusste Übernahme der Verantwortung für den eigenen Körper = Eigenverantwortung.

Gesundheit als das zu begreifen, was einem zum Wohlbefinden verhilft ist bereits ein wichtiger Schritt. Oft merkt man erst, wenn etwas schmerzt, verletzt ist oder nicht mehr richtig funktioniert, was man verloren hat, was vorher unbemerkt und selbstverständlich funktioniert hat.

Schutzmaßnahmen

Dankbarkeit für den eigenen Körper, Selbstwahrnehmung und Pflege der Gedanken und des Körpers an sich. Damit meine ich nicht nur Sport, gesunde Ernährung, ausreichend Pausen und erholsamer Schlaf, reichlich Trinken von stillem, sauberem Wasser. Vielmehr zähle ich alle Schutzmaßnahmen dazu, den Körper vor vorzeitigem Verschleiß zu bewahren und keinen Raubbau an sich selbst zu betreiben.

Hier eine kleine Liste als Anregung, welche Schutzmaßnahmen für das Immunsystem sinnvoll sind:

  • Aureichend Schlaf
  • Bewegung an frischer Luft
  • Nährstoffreiche und ausgewogene Kost
  • Meditation und Mentaltraining
  • Abhärtung
  • Entgiftung
  • Raumklima
  • Sonne tanken
  • Stress reduzieren
  • u.v.m.
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Immunsystem verstehen

Erreger umgeben uns überall. Und dafür hat uns die Natur mit verschiedenen Abwehrmechanismen versorgt, damit wir in diesem Umfeld überhaupt eine Chance haben.

1. anatomische Barriere:

Alles was unser Körper den eindringenden Erregern in den Weg stellt zählt zur anatomischen Barriere: Haut, Haare, Schleimhäute, Sekrete.

Dazu zähle ich ausserdem die verschiedenen Mikrobiome an und auf unserem Körper. Egal welches Mikrobiom: der Lunge, des Darms, der Haut oder der Schleimhäute – alle diese bakteriellen Millieus sind an unseren Körper angepasst und wie ein Fingerabdruck spezifisch für uns. Diese helfen bei der Abwehr körperfremder und feindlicher Bakterien, Viren, Pilze oder Mikroorganismen.

2. natürliche Abwehr = Immunsystem allgemein

Unter der natürlichen Abwehr wird die unspezifische Abwehr zusammengefasst. Dabei spielt die Art des Erregers keine Rolle.

Diese unspezifische Immunreaktion hat kein Gedächtnis und kann nicht gezielt vorgehen. So kommen Fresszellen zu Einsatz, aber auch komplexe Eiweisreaktionen oder Erhöhung der Körpertemperatur.

3. spezifische Abwehr = Immunsystem speziell

Im Gegensatz zur natürlichen Abwehr ist bei der spezifischen Abwehr ein Erinnerungsmechanismus (Gedächtniszellen und spezifische Antikörperbildung) verantwortlich für eine rasche Abwehr von bereits bekannten oder ähnlichen Erregern oder Eindringlingen. Egal ob diese potentiell gefährlich sind (zB. Viren) oder harmlos (zB. Pollen). Letzteres führt oft zu allergischen Reaktionen. Doch das soll nur am Rande genannt werden.

Immunsystem stärken

Bei all der Theorie zum Immunsystem, und ich will hier gar nicht weiter in die Tiefe gehen, ist es wichtig, das Immunsystem zu stärken. Nur wie macht man das richtig?

Das Immunsystem ist eine höchst individuelle „Einrichtung“. Die individuellen Faktoren wie Genetik, Alter und Vorerkrankungen und auch die Umwelteinflüsse kann man kaum verändern.

Jedoch sind die eigenen Lebensumstände und Lebensweisen sehr gute Ansätze, das eigene Immunsystem zu stärken.

01. Ansteckungsrisiko reduzieren

Regelmäßiges Händewaschen mindert das Risiko mit Viren und Bakterien in Kontakt zu treten. Für unterwegs eignet sich ein Händedesinfektionsmittel.

02. Raumklima

Trockene Heizungsluft trocknet die Schleimhäute der Atemwege aus. Vermeiden Sie überheizte Räume und befeuchten Sie Ihre Schleimhäute (Nasendusche).

03. Essen & Trinken

Essen Sie 5 Portionen Obst und Gemüse und trinken Sie etwa 2 Liter Wasser oder Tee am Tag.Für ein schlagkräftiges Immunsystem sind Zink und Vitamin C (Zitrone) von zentraler Bedeutung!Vermeiden Sie alkoholische Getränke, große Mengen Coffein und verzichten Sie auf das Rauchen.Eine intakte Darmflora sorgt für eine sichere Abwehr. Ein Großteil des Immunsystems wird hier gebildet. Unterstützend wirken Joghurts und andere Probiotika

04. optimale Nährstoffversorgung

Eine erhöhte Infektanfälligkeit kann auch aufgrund chronischer Erkrankungen (v.a. Autoimmunerkrankungen) oder durch Medikamente auftreten.

05. Sonne tanken und Bewegung

Tanken Sie Sonne und kurbeln Sie so die Vitamin D3 Produktion in der Haut an. Ausdauertraining erhöht die Stressresistenz und stärkt die Abwehr. Wer jeden Tag 30 Minuten flott geht oder walkt, kurbelt sein Immunsystem an.

06. Wechselduschen und Saunagänge

Wechselduschen regen den Kreislauf an, stärkendie Gefäße und trainieren die Wärmeregulation. Bereiten Sie Ihren Körper auf die kalte Jahreszeit vor.

07. Wenig Stress und viel Schlaf

Das Stresshormon Cortisol bremst die Abwehr. Gönnen Sie sich Ruhe und ausreichend Schlaf.

08. Schutzimpfung

Das Robert-Koch-Institut (RKI) rät zu Schutzimpfungen. Menschen ab 60 Jahren, Schwangere, Menschen mit chronischen Erkrankungen und medizinischem Personal oder Erzieher in Kitas und Lehrer in Schulen sollten auf einen aktuellen Impfschutz achten. Es stärkt einerseits das Immunsystem und hilft bei der spezifischen Abwehr.

Buchtipp:

In folgendem Buch sind allgemein verständliche Erklärungen und Tipps rund um das Immunsystem sehr systematisch aufgeschrieben.

Aus der Buchbeschreibung:

Helfen Sie Ihrem Immunsystem, kräftiger zu werden. Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger mühelos abzuwehren, und wenn sie schon da sind, sie schnell wieder loszuwerden. Was es dazu braucht, ist gar nicht so viel: ein wenig Bewegung an der frischen Luft und guter Schlaf, die richtigen Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungen, eine Portion Gelassenheit und eine angemessene Atmung. Und obendrauf noch eine Prise Glück und Freude.

Bleiben Sie gesund.

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