Stress – ungesunder Einfluss

Stress – ein Wort der Neuzeit.

Ein Begriff, den auf Nachfrage einige verneinen würden „Stress, nein Stress habe ich nicht.“ Und dann sind die anderen, für die Stress zum Leben gehört. Stress als Lifestyle. Wer keinen Stress hat, der lebt nicht richtig. Aber ist das wirklich so?

Die Wissenschaft unterscheidet hier zwei Arten von Stress.

Eustress (der gute Stress) und Distress (der schlechte Stress). Und nun können Sie sich zweimal überlegen, was sich genau dahinter verbirgt.
Sprechen wir im Alltag von Stress, wird meist der „böse“ Stress gemeint. Stress, der uns belastet und krank macht. Stress, den wir am liebsten abschalten würden, weil er uns daran hindert, Pause zu machen, unser Leben zu genießen.

Der „gute“ Stress wird selten erwähnt. Und auch kaum beachtet, von den wenigsten überhaupt als solcher erkannt. Dabei ist es dieser Stress, der uns vorwärts bringt, der uns hilft, Ziele zu erreichen und unsere Täume zu erfüllen. Der Eustress führt sogar dazu, mehr zu machen und zu schaffen, als wir usn vorher selbst zugemutet hätten.

Distress beschreibt Situationen, denen sich der Mensch körperlich oder geistig nicht gewachsen fühlt. Dabei können Anforderungen an ihn gestellt sein, die er für sein Empfinden nicht bewältigen kann, oder er sieht keine Möglichkeit, für ihn wichtige Bedürfnisse zu befriedigen. Dieser innere Streit zwischen Wollen und Müssen macht sich im Betroffenen als psychisches Druckempfinden bemerkbar und kann bei jedem Menschen in anderen Lebensbereichen auftreten. Abhängig von den Situationen, in denen der Mensch an seine Grenzen kommt.

Stress beginnt schon im Kindesalter, wenn der Tag nach der äußeren und nicht nach der inneren Uhr gelebt wird. Kindern wird ein Tagesrhythmus aufgedrückt, der nichts mit natürlichem Leben zu tun hat, sondern aus gesellschaftlichen Vorstellungen und Notwendigkeiten geboren ist. In den meisten Fällen werden Erkrankungen im Kindesalter nicht mit Kindergarten- und Schulalltag in Verbindung gebracht, sondern auf Umstände innerhalb der Familie oder Krankheiten des Körpers geschoben. Menschen lernen von Kindheit an, dass sie anhand ihrer Leistungen für gut oder schlecht befunden werden. Dieser permanente Gedanke, eine von Außen erwartete Leistung unter Umständen nicht in genügendem Maße erbringen zu können, führt zu Angstgefühlen und Depressionen. Wenn die Existenzberechtigung des eigenen Lebens nur noch daran hängt, Forderungen anderer Menschen zu erfüllen, die einem daraufhin die zum Leben notwendigen Mittel ermöglichen, befindet sich der Mensch in einer anhaltenden Stresssituation.

Um leben zu dürfen, braucht es finanzielle Mittel. Für diese müssen Vorleistungen in Form von Arbeit erbracht werden, die in einer bestimmten Art und Weise zu erfolgen hat. Da kaum jemand in dem Beruf arbeitet, für den er die nötigen Talente mitgebracht hat, sondern aufgrund von Zeugnissen zugeteilt wurde, wird die Arbeit auf Dauer zur Qual. Die entsprechenden Leistungen werden nicht mehr erbracht, wodurch Stressgefühle in Form von Existenzängsten ausgelöst werden.

Stress greift in Form von Krankheiten immer intensiver in das Leben und den Alltag ein. Beruflich bedingte Ängste stören den inneren Frieden, der Grundvoraussetzung ist, um mit anderen Menschen in Harmonie leben und umgehen zu können. Dabei bewirken ständige Sorgen viele negative Veränderungen im Körper. Angstzustände, gepaart mit depressivem Denken verursachen die Ausschüttung von Hormonen, die den Körper wieder stabilisieren sollen, jedoch auf Dauer Krankheiten bedingen können. Bei dauerhaften Anspannungszuständen arbeitet der Körper ununterbrochen auf dem Höchstlevel, was zu einem Ungleichgewicht im Körper führen kann.

-Schlafstörungen
-Müdigkeit, Unkonzentriertheit, Gereiztheit
-Bluthochdruck bei Ängsten, Anspannungen, unterdrückter Wut
-Kreislaufstörungen mit Schwindelgefühlen
-Temperaturmissempfindungen (mit kalten Gliedmaßen bei Depressionen und Ängsten)
-anhaltende Kopfschmerzen oder attackenartige Migräneanfälle

Das sind nur einige Probleme, die Stress beim Menschen hervorrufen kann.

Die Angst, nicht gut genug zu sein, eine Situation nicht beherrschen zu können oder den Vorstellungen eines Menschen nicht zu entsprechen, kann zu Selbstzweifeln führen und das eigene Selbstbewusstsein minimieren.

Stress ist menschengemacht. Die Natur kennt keine Forderungen, die über die Fähigkeiten des Betreffenden hinausgehen. Doch der tägliche Versuch, jemand zu sein, der man nicht ist, bringt uns Menschen in Stresssituationen, deren Ursachen sich oftmals nur durch radikale Umfeldveränderungen lösen lassen.

Stress Lösungen

Es gibt 3 mögliche Lösungsansätze, was wir tun können, wenn sich belastender Stress in unseren Alltag geschlichen hat und uns beherrscht.
1. Die Situation ändern, die den Stress verursacht.
2. Wenn ich die Situation nicht ändern kann, muss ich meine Einstellung dazu ändern.
3. Niemals die Hoffnung auf ein Wunder aufgeben.

Bleiben Sie gesund.
Ihre
Kathrin Hamann

Bildquelle: Bild von StockUnlimited

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Dr. med. Kathrin Hamann, von sanego empfohlen