Nasendusche – Gefährliche Keime für die Nase

Bei Schnupfen und verstopften Nasennebenhöhlen empfehle ich gerne die Anwendung einer Nasenspülung.
Diese Nasenspüllösung kann man einfach selbst herstellen, indem man Leitungswasser mit einer gewissen Menge Kochsalz versetzt, dies vermischt, sodass sich das Salz gut auflöst. Anschließend kann man diese Lösung in den Nasenduschbehälter einfüllen.

In den vergangenen Jahren tauchten jedoch immer wieder Warnhinweise auf, dass man durch kontaminiertes Leitungswasser durch ebensolche Nasenspülungen besonders hartnäckige Keime in die Nase und die Nebenhöhlen einbringt. Diese Gefahr ist, wenn man es logisch betrachtet durchaus gegeben. Vor allem Keime wie Staphylococcus aureus, Pseudomonas, Legionellen oder Naegleria stehen im Vordergrund.
Die Risiken einer Kontamination können gemindert bzw. komplett ausgeschaltet werden, wenn das dafür verwendete Leitungswasser vor der Verwendung abgekocht wird, man es abkühlen lässt bevor es als Nasenspülung eingesetzt wird.

Die Nasenspülung zur mechanischen Reinigung bei Schnupfen und Nebenhöhleninfekten halte ich nach wie vor für sehr effektiv und einfach anwendbar. Jedoch möchte ich mit diesem kurzen Artikel auf die Risiken hinweisen und vor jeder Anwendung zum Abkochen des verwendeten Wassers raten.

Bleiben Sie gesund ihre

Dr. Kathrin Hamann