Linderung bei Heuschnupfen – Diese Tipps führen zum Erfolg

Heuschnupfen – so sieht es aus

Die Symptome bei Heuschnupfen treten in vielerlei Gestalt auf und werden von den Betroffenen mit unterschiedlicher Intensität empfunden. Typisch sind Niesattacken, die mit eingeschränkter Nasenatmung, juckender Nasenschleimhaut und permanentem Fließschnupfen einhergehen. Fast immer sind auch die Augen betroffen. Hier sind die Symptome tränende Augen mit Juckreiz und geschwollenen Augenlidern. Oft kommt es zur Ausbildung einer allergischen Bindehautentzündung. In manchen Fällen sind auch die oberen Atmungsorgane in die Beschwerden einbezogen. Die Symptome machen sich mit Husten und Juckreiz am Gaumen und Rachen bemerkbar, der manchmal bis zu den Ohren ausstrahlt. Auch Hautekzeme unklarer Herkunft deuten auf eine Heuschnupfen-Allergie hin. Zu den allgemeinen Symptomen bei Heuschnupfen zählen Müdigkeit und ein Gefühl von Abgeschlagenheit, begleitet von auftretenden Schlafstörungen.

Die Linderung der Symptome bei Heuschnupfen

Der wichtigste Schritt besteht darin, den Auslösern des Heuschnupfens im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Weg zu gehen. Das bedeutet Verzicht auf den Aufenthalt im Freien zur Mittagszeit. Ein Muss ist die Ausrüstung der Auto-Klimaanlage mit einem wirksamen Pollenfilter und dessen regelmäßigem (1x jährlich) Wechsel. Für einen erholsamen Schlaf ist es ratsam, die Haare vor der Nachtruhe zu waschen, um darin befindliche Pollen zu entfernen. Passend dazu sind die Kopfkissenbezüge öfter zu waschen. Die Fenster sollten während der Zeit des Pollenfluges ausnahmsweise geschlossen bleiben.

Bei leichteren Formen der Pollenallergie gibt es eine ganze Reihe natürlicher Mittel, um die Beschwerden zu lindern:

– Inhalation von Dampfbädern mit Kochsalz, Emser Salz, Eukalyptusöl, Fenchelöl oder Dillöl (Anwendungsdauer ca. 10 Minuten)
– Nasenspülungen mit in Wasser aufgelöstem Kochsalz oder Emser Salz
– Ätherische Öle (Pfefferminzöl oder Teebaumöl), unter die Nase eingerieben, erleichtern das Durchatmen
– Für die Augen hat sich Euphrasia, auch Augentrost genannt, als Tee oder Aufguss bewährt. In der Apotheke ist Euphrasia auch in Form von Augentropfen erhältlich.

Die medikamentöse Behandlung des Heuschnupfens

Führen eine der Allergie angepasste Lebensweise und natürliche Mittel nicht zum Erfolg, ist eine Behandlung mit antiallergischen Medikamenten unausweichlich.

Die erste Medikamentengruppe auch sogenannte Antihistaminika, werden im pharmakologischen Sprachbereich auch Histamin-Rezeptorantagonisten genannt. Der Transmitter Histamin (aus Mastzellen – eine Sonderform der Leukozyten) wird nach dem Kontakt mit allergenen Stoffen freigesetzt und wirkt vor Ort an Nasen-Rachenschleimhaut und den Bindehäuten am Auge. Das Resultat sind die bei Heuschnupfen typischen Beschwerden. Antihistaminika besetzen diese Rezeptoren und blockieren so die Wirkung von Histamin – die unangenehmen Symptome verschwinden oder werden zumindest stark abgeschwächt. Die Verabreichung erfolgt je nach Indikationsstellung als Nasenspray, Augentropfen oder in Tablettenform. Leider haben viele Antihistaminika als Nebenwirkung Müdigkeit. Und nach einiger Zeit (meist nach 2 Jahren) sollte man das Präparat wechseln, wenn dessen Wirkung nachlässt, aufgrund der Herabregulierung der korrespondierenden Rezeptoren.

Einen anderen Ansatz verfolgt die spezifische Immuntherapie (SIT), auch Hyposensibilisierung genannt. Ziel dieser Therapie ist es, das Übel an der Wurzel zu packen und die Ursachen der Heuschnupfen-Allergie zu eliminieren. Diese Behandlung ist in der Lage, den Patienten dauerhaft von seinem Leiden zu befreien. Allerdings erstreckt sich die Therapie meist über mehrere Jahre. Wie bei einer Impfung wird der Organismus mit geringen Mengen des passenden Allergens konfrontiert. Auf diese Weise wird der Körper zur Ausbildung eigener Abwehrstoffe angeregt. Bei dieser Antiallergen-Therapie kommen sowohl subkutane Injektionen (unter die Haut) als auch oral (über den Mund) verabreichte Medikamente zum Einsatz. Hier werden die Wirkstoffe (als Tablette oder Tropfen) unter die Zunge aufgebracht und über die Mundschleimhaut aufgenommen.

Ab wann zum Arzt?

Wenn die Beschwerden wenige Tage nach der Behandlung mit natürlichen Mitteln nicht nachlassen, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Es wird abgeklärt, ob eine Allergie vorliegt. Ein Allergentest führt ein entsprechend geschulter und mit den nötigen Utensilien ausgestatter Allergologe durch, auf dessen Basis er eine zielführende Therapie empfehlen und beginnen wird.
Ein unbehandelter Heuschnupfen kann im Übrigen zu einem allergischen Asthma bronchiale führen. Daher lassen Sie sich in unserer Praxis untersuchen und beraten.

Bleiben Sie gesund.
Ihre
Kathrin Hamann

Bildquelle: Bild von StockUnlimited

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Dr. med. Kathrin Hamann, von sanego empfohlen