Kopfschmerzen – Die sanfte Hilfe von Wasser

Wasser – Erste Hilfe bei Kopfschmerzen

Britische Forschungen bestätigten kürzlich den Zusammenhang einer unzureichenden Flüssigkeitszufuhr und dem Entstehen von Kopfschmerzen.

Nach ihrem Trinkverhalten befragt, gaben 95% der Betroffenen an, vor dem Kopfschmerz oder der Migräne zu wenig getrunken zu haben. Nahmen die Teilnehmer bei ersten Anzeichen von Kopfschmerz bis zu einem Liter Wasser schluckweise zu sich, besserten sich die Beschwerden in den meisten Fällen nach 30 Minuten. Bei einem Drittel der Probanden stellte sich der Erfolg innerhalb von 3 Stunden ein.

Diese Ergebnisse zeigen, dass die Zufuhr von Wasser eine schnelle, einfache und sanfte Hilfe bei Kopfschmerzen sein kann. Darüber hinaus entdeckten die Forscher, dass regelmäßiges Trinken von Wasser vorbeugend bei Migräne und Kopfschmerzen ist.

Viele Menschen nehmen jedoch weniger als die optimale Tagesmenge von 2 und mehr Liter Wasser zu sich, denn Espresso, Kaffee, Cola oder schwarzer Tee zählen nicht wirklich dazu. Ihr Gehalt an Koffein und Tein erhöht stattdessen den relativen Flüssigkeitsverlust des Körpers im Gewebe. Darauf reagieren vor allem das Gehirn mit Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen.

Um den täglichen Flüssigkeitsbedarf zu decken, bieten sich Leitungswasser, stilles Mineralwasser, selbst hergestellte Fruchtsaftschorlen und ungesüßter Tee an. Am besten eignet sich frisches Quellwasser.

 

Wasser – Hauptbestandteil unseres Körpers

Mit 75% weisen Kinder den höchsten Anteil von Wasser in ihrem Körper auf. Ein Erwachsener schafft es gerade noch auf 50 bis 60%. Fehlt dem Körper nur 1 Liter Wasser am Tag, können sich Symptome wie Kopfschmerzen einstellen.

Wassermangel verändert die Fließeigenschaften des Blutes, indem es dickflüssiger wird und vor allem das Gehirn nicht mehr optimal mit Sauerstoff versorgen kann. In der Folge entstehen Migräne oder Kopfschmerzen.

Außerdem lässt das Durstgefühl mit zunehmendem Alter nach, so dass Zustände einer geistigen Verwirrung bei älteren Menschen auf einen Wassermangel hindeuten können. Auch die Nieren passen sich mit fortschreitendem Alter immer schlechter an einen Flüssigkeitsmangel an.

Das Fatale – obwohl weniger getrunken wird, bleibt die ausgeschiedene Menge an Wasser gleich. Deshalb sollten ältere Menschen auch ohne Durst, täglich 2 Liter Wasser zu sich nehmen. Hohe körperliche Belastungen, Fieber, Medikamente, Hitze und Sport erfordern sogar die Zufuhr von 3 Litern.

Oft vergessen die Kleinen das Trinken. Ihr Tagesbedarf liegt bei mindestens 1 Liter. Ist der Wasserverlust bei Kindern zu groß, kann der Körper sogar mit Fieber reagieren, der noch mehr Flüssigkeit über die warme Haut verdunsten lässt.

 

Wasser – Ausreichende Flüssigkeitszufuhr als Prophylaxe

Ideal ist es, nach dem Aufstehen 2 Gläser Wasser also etwa 500ml zu trinken. Mit einer Scheibe frischem Ingwer oder etwas Zitronensaft versetzt, wird gleichzeitig der Kreislauf angekurbelt.

Wer vor dem Frühstück lieber heißes Wasser zu sich nehmen möchte, betreibt nicht nur Kopfschmerz-Prophylaxe, sondern regt auch die Verdauung und die Entgiftung des Körpers an. Giftstoffe, die sich über Nacht in unserem Organismus angesammelt haben und unter Umständen auch Kopfschmerzen auslösen können, werden durch die morgendliche Zufuhr von Wasser besser ausgeschieden.

Unser Gehirn benötigt Wasser als primäre Energiequelle. Es wird deshalb von 1400 Litern Wasser pro Tag durchströmt. Eine tägliche Aufnahme von bis zu 40 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht erachten Forscher für die Leistungsfähigkeit des Gehirns als günstig.

Ideal sind stündlich ein Glas Wasser zu trinken – etwa 200-250ml Wasser. Hier rate ich immer, die Uhr im Auge zu behalten und wenn der große Zeiger die 12 durchlaufen hat, ein Glas Wasser zu trinken.

Doch nicht jeder Kopfschmerz ist auf einen Flüssigkeitsmangel zurückzuführen, deshalb sollte bei andauernden Beschwerden unbedingt ein Arzt aufgesucht werden!

Bei Fragen zu ihrer Nierenfunktion, ihrem Wasserhaushalt und der Abklärung ihrer Kopfschmerzen können sie einfach zu uns in die Sprechstunde kommen.

Bleiben Sie gesund!

Ihre Dr. Kathrin Hamann

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