Insektenstiche – dieses Jahr besonders aggressiv

Haben Sie es auch schon bemerkt und am eigenen Leib erfahren? In diesem Jahr scheinen die Insekten besonders aggressiv zu sein, und vor allem die körperlichen Reaktionen darauf.

Irgendwie – und ich kann es aus eigener leidlicher Erfahrung bestätigen sind die Mückenstiche, die Bisse von Spinnmilben und Co besonders heftig. Allein die Stiche oder Bisse an den Beinen und Armen, und auch nahe dem Körperstamm sind schmerzhaft und stark ausgeprägt.

Schwellungen, anhaltender Juckreiz, bishin zu fortlaufender Lymphbahninfiltration sind typische Symptome.

Was hilft?

Wie bei den meisten Insektenstichen hilft sofortiges Kühlen und Ruhigstellen der betroffenen Stelle. Also nicht mehr lange Laufen, wenn Sie ins Bein gestochen wurden. Auch Stiche am Arm bedeuten, dass Sie den Arm ruhig stellen sollten. Dazu kommen unterstützend Verbände mit kühlendem Voltaren-Gel. Dieses lagern Sie am besten im Kühlschrank, denn dann kühlt es beim Auftragen am besten. Es wirkt antientzündlich und schmerzstillend.

Im Notfall?

Wussten Sie, dass selbst banale Mückenstiche zum Notfall werden können?

Das merken Sie daran, dass die Schwellung und Rötung fortschreitet, sich also ausbreitet und in kurzer Zeit immer schlimmer wird. Suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf. Lassen Sie sich untersuchen und im Zweifel mit einem Antibiotikum behandeln. Denn nur so können Sie das Ausbreiten einer Infektion (oft mit Bakterien) verhindern.

Ja – hier ist der Einsatz eines Antibiotikums angezeigt. Gerade wenn ein solcher Insektenstich größer und schmerzhafter wird. Nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter.

Ich selbst bin mit dem Einsatz eines Antibiotikums eher zurückhaltend. Aber hier wäre es wirklich angezeigt.

Der Einsatz von Kortison kann notwendig werden, um ein Ausbreiten der Entzündungsreaktion zu verringern. Entweder als Salbe oder für schwerere Fälle, bei sehr vielen Stichen, kann auch eine Tablettentherapie notwendig sein.

Was ist mit Insektenstichen im Urlaub?

Je nachdem, wo Sie im Urlaub waren oder noch sind, können sich verschiedene Erreger in der Stich- bzw. Bisswunde befinden. In jedem Fall sollten Sie dann einen Arzt aufsuchen. Am besten noch vor Ort im Urlaub.

Aber es ist ebenso ratsam, sollte der Insektenstich zu hause immer noch bestehen, hier einen Arzt zu konsultieren. Eventuell sogar im Tropeninstitut, da man sich hier zu diesen „Spezialregionen“ besonders auskennt.

Allgemeine Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit neben den lokalen Reaktionen am Insektenstichort sind unbedingt abzuklären.

 

 

Bleiben Sie gesund und lassen Sie sich durch die kleinen Insekten nicht den Spaß am Sommer verderben.

 

Ihre Dr. Kathrin Hamann