Infektionsgefahr im Alltag

Jeden Tag, jede Stunde, ja eigentlich in jedem Augenblick wird unser Körper angegriffen: Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten nehmen es sehr ernst, uns das Leben schwer zu machen. Ja, es ist ein natürlicher Wettkampf ums Überleben. Den meisten dieser Infektionsrerreger dienen wir als Wirt, also als Ort, in dem es sich gut leben lässt. Und wenn es so weit ist, dass wir erwischt wurden von einem dieser gemeinen, kleinen Erreger, dann geht es uns gar nicht gut.

Unser Immunsystem liegt ständig auf der Lauer und ist stets beschäftigt mit Verteidigung und Gegenangriff. Danke einfach mal an dieser Stelle für diese nützliche Kraft in uns selbst, die wir hegen und pflegen müssen, um gesund zu sein.

Wußten Sie, dass uns im Alltag so richtig gemeine Virenschleudern begegnen, von denen man gar keine Gefahr vermuten würde?

Während ich diese Zeilen schreibe, benutze ich eine Tastatur an meinem Rechner. Wenn ich darüber nachdenke, wie viel Schmutz sich da in einem Jahr angesammelt hat, wird mir ein wenig mulmig. Die Tastatur der meisten Rechner, Laptops, Tastentelefone, Bankautomaten oder Ticketautomaten sind wahre Keimparadiese. Regelmäßiges Reinigen ist dabei ein ganz wichtiger Punkt, um dem Immunsystem ein wenig Arbeit zu ersparen. Auch wenn die eigene Tastatur mit Keimen besiedelt ist, die von mir stammen, die mein Immunsystem im Griff hat, ist es doch gerade bei fremden „Tasteninstrumenten“ hilfreich, über deren mögliches Infektionsrisiko Bescheid zu wissen.

Weiter möchte ich Ihnen ins Bewußtsein rücken wie appetitlich die Oberflächen von Telefonen, Smartphones, Tablettrechnern und Türgriffen sind. Denken Sie nur an die Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geländern an Treppen, Griffe von Einkaufswägen oder Knöpfen am Klingelschild, Busöffnerknöpfe, Fahrstuhlknöpfe und so weiter. Um uns herum wimmelt es förmlich von Keimen: Kleinstlebewesen, Mikroben und Miasmen. Herrlich für jeden Biologen, gruselig für jeden normalen Menschen, oder?

Daher meine Tipps, um diese Infektionserreger gar nicht erst zum Zuge kommen zu lassen:

-Waschen Sie sich Ihre Hände sofort, nachdem Sie zu Hause angekommen sind.

-Händewaschen vor jedem Essen (selbstverständlich für jeden).

-Fassen Sie sich nicht so oft ins Gesicht (das machen wir laut einer statistischen Auswertung etwa 30-100 mal in der Stunde, meist ganz unbewußt).

-Reinigen Sie ihre Telefone, Smartphones, Tablett-Rechner, Tastaturen und Co. in regelmäßigen Abständen. Sie müssen dafür nicht extra ein Desinfektionsmittel verwenden. Ein leicht angefeuchtetes Tuch einmal wöchentlich reicht meist schon aus, die Keimzahl zu 90% zu reduzieren.

 

Noch ein Wort zum Schluss:

Zu viel Hygiene ist für das Immunsystem langweilig, und es konzentriert sich dann zunehmend auf körpereigene oder harmlose Substanzen. Schon ist der Start für eine Allergikerkarriere gelegt. Daher ist übertriebene Sauberkeit auch wieder nicht gut. Hier gilt wie bei so Vielem im Leben: eine gute Mischung macht es 🙂

Bleiben Sie gesund.

Ihre
Kathrin Hamann

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