Eisenmangel

Eisenmangel ist nicht immer eine Frage der Ernährung, sondern eine Folge des Verbrauchs und der Verfügbarkeit im Körper. Sei es für eine ausreichende Blutbildung, aber auch bei anhaltenden Infekten oder bei Problemen der Eisenaufnahme durch gestörte Resorption im Magen-Darmtrakt. Eisen ist ein essentieller weil sehr wichtiger Baustein in unserem Körper.

Auch wenn noch keine Blutarmut = Anämie besteht, kann ein Mangel an Eisen im Körper zu Problemen führen. So sind chronische Müdigkeit und rasche Erschöpfung eines der ersten Signale. Krankheiten wie chronische Darmentzündungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Nierenschwäche oder gar die Bildung von Tumoren sind ernst zunehmende Folgen eines Eisenmangels.

Daher ist es wichtig, einen Eisenmangel und dessen Ursachen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die Behandlung ist bei noch ausreichender Blutbildung (hier insbesondere bei normalem Hämoglobin und Erythrozytenwerten) jedoch keine Kassenleistung. Dabei ist der Ausgleich eines Eisenmangels gar nicht so schwierig.

Ursachen des Eisenmangels

In den vielen Fällen ist eine Mangelernährung die Ursache. Daher sind einseitige Ernährung oder Fertigprodukte nicht zu empfehlen.

Eine Resorptionsstörung, also die Störung der Eisenaufnahme in den Körper kann durch Mangel an Folsäure, Vitamin B12, aber auch eine Nebenwirkung von vielen Medikamenten sein (allen voran Magensäureblocker).

Eine weitere Ursache für einen Eisenmangel ist ein anhaltender Blutverlust, beispielsweise bei einer unentdeckten Magen-Darmblutung oder bei länger andauernden stärkeren Regelblutungen bei Frauen. Gerinnungsstörungen und verstärkter Abbau von roten Blutkörperchen können einen Eisenmangel hervorrufen.

Chronische Entzündungen und Infekte können ebenfalls einen Eisenmangel einleiten, durch Entleerung der körpereigenen Eisenspeicher.

Was können Sie selbst tun?

Achten sie auf eine ausgewogene Ernährung. Mögen sie kein Fleisch, dann rate ich zu frischem Wurzelgemüse jeder Art (probieren sie einmal rote Beetesalat mit Balsamicoessig), denn hier ist viel Eisen aus unserer Erde enthalten, aber auch rotes Gemüse oder rote Früchte. Vergleichsweise viel Eisen findet sich in rotem Fleisch (vom Rind oder Schwein). Aber das sollte man auch nicht übermäßig verzehren, wenn man den Cholesterin- und Fettgehalt bedenkt.

Sehr empfehlenswerte Eisenlieferanten sind Kräuterblut oder auch Rotbäckchensaft aus dem Reformhaus oder der Apotheke.

Eisentabletten sind eine Alternative, jedoch führen Verstopfungen und Bauchschmerzen oft zum Absetzen der Eisentabletten.

Eiseninfusionen bekommen sie in unserer Praxis. Dafür sollten sie ein wenig Zeit einplanen, denn wir geben das Eisen nicht konzentriert in ihr Blutgefäßsystem. Wegen gefährlicher Nebenwirkungen gehen wir auf die sichere Infusion, die das Eisen verdünnt und dadurch etwas länger andauert. Anschließend bleiben sie bitte noch 30 Minuten in der Praxis zur Kontrolle ihrer Vitalwerte, um eine mögliche Reaktion rasch erkennen und behandeln zu können.

Die Kosten der Eiseninfusion von 55 Euro zahlt die gesetzliche Krankenkasse, wenn der Ferritinwert unter 9mg/dl ist. Prüfen Sie daher bitte, ob das bei Ihnen der Fall ist. Wir können diesen Wert auch bei uns in der Praxis bestimmen.

Weitere Informationen

Laborwerte erklärt – Eisen Hier können sie gern weiter zum Thema Eisen lesen. Bei Fragen können Sie sich auch jederzeit an uns wenden.

Bleiben Sie gesund.

Ihre
Kathrin Hamann

Bildquelle: Bild von StockUnlimited

phone 089-885 255

Diese Rufnummer ist nun auch außerhalb der Sprechzeiten mit unserer Notfallzentrale erreichbar.

Merken